Pressemeldungen und Veröffentlichungen

132. Arbeitstagung in München

Gesamtvorstand und Vorsitzender Lorenz Bahr wiedergewählt

132. Arbeitstagung der Bundesarbeitsgemeinschaft Landesjugendämter in München / Neue Arbeitshilfen und Empfehlungen zu Adoptionsvermittlung und Politischer Bildung

München/Köln. 19. Mai 2022. Vorsitz und Geschäftsstelle der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Landesjugendämter bleiben für weitere vier Jahre in Nordrhein-Westfalen beim LVR-Landesjugendamt Rheinland. Diesen einstimmigen Beschluss hat die Mitgliederversammlung der BAG auf ihrer 132. Arbeitstagung vom 11. bis 13. Mai 2022 in München gefasst. Lorenz Bahr, Leiter des LVR-Landesjugendamtes Rheinland führt nach diesem Beschluss bis zum Jahr 2026 den bundesweiten Vorsitz fort, den er seit Juli 2018 hat. Birgit Westers (LWL-Landesjugendamt Westfalen) und Hans Reinfelder (Landesjugendamt Bayern) übernehmen weiterhin seine Stellvertretung.

Bestimmende Themen der diesjährigen Frühjahrstagung der BAG Landesjugendämter waren der Krieg in der Ukraine sowie der allgemeine Fachkräftemangel und deren Auswirkungen auf die Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland. Darüber hinaus beschloss die BAG Landesjugendämter verschiedene Arbeitshilfen:

Das Adoptionshilfegesetz, das im April 2021 in Kraft getreten ist, stellt die umfassendste Reform im Bereich Adoption seit dem Jahr 2002 dar und beinhaltet umfangreiche Änderungen insbesondere im Adoptionsvermittlungsgesetz, im Adoptionswirkungsgesetz sowie im Gesetz über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit. Die AG Adoption der BAG Landesjugendämter hat ihre Empfehlungen zur Adoptionsvermittlung in der 9. Fassung unter anderem unter den Überschriften „Bessere Beratung und Unterstützung vor, während und nach der Adoption“ sowie „Unterstützung eines offenen Umgangs mit Adoptionen“ überarbeitet.

Eine Änderung im § 9d des Adoptionsvermittlungsgesetzes ermöglicht es nun, dass auch Daten der Adoptionsvermittlungsstellen für die Erforschung möglicher politisch motivierter Adoptionsvermittlung in der DDR genutzt werden dürfen. Mit dem Ziel die Adoptionsvermittlungsstellen im Bundesgebiet bei der einheitlichen und datenschutzkonformen Umsetzung dieser Gesetzesänderung zu unterstützen, hat die BAG Landesjugendämter eine entsprechende Arbeitshilfe beschlossen.

Mit dem Papier „Politische Bildung in der Kinder- und Jugendarbeit“ gibt die BAG Landesjugendämter örtlichen Jugendämtern sowie Landesjugendämtern Antworten und Handlungsanleitungen für Fragen und Herausforderungen der politischen Bildung in den unterschiedlichen Feldern der Jugendarbeit. Der fachliche Input soll sie in der Gestaltung ihrer kommunalen Planungs- und Gesamtverantwortung für eine bedarfsgerechte Kinder- und Jugendhilfe unterstützen.

Weitere Arbeitshilfen zur 133. Arbeitstagung erwartet

Weitere Arbeitshilfen werden zur nächsten Arbeitstagung im November erwartet. So erarbeitet die BAG aktuell etwa Empfehlungen im Bereich Pflegekinderhilfe und Hilfeplanung, die durch die Änderungen im Kinder- und Jugendstärkungsgesetz (KJSG) notwendig geworden sind. Auch zu den Aufgaben und Anforderungen an den Verfahrenslotsen nach § 10b SGB VIII arbeitet die BAG Landesjugendämter. Die Mitgliederversammlung ist zudem optimistisch, die Handlungsempfehlungen zur Umsetzung der Neuregelungen des KJSG betreffend die §§ 38, 45 ff. SGB VIII in die November-Arbeitstagung einbringen zu können, die auch Ausführungen zum Einrichtungsbegriff nach § 45a SGB VIII beinhalten werden.

Erfolgreicher Auftakt der Strategieworkshops für Jugendamtsleitungen in Berlin

Die Kinder- und Jugendhilfe ist in der „Mitte der Gesellschaft“ angekommen – allerdings auch in der Mitte der kommunalen Haushalte. Gerade im Zuge knapper öffentlicher Finanzen ist der fachlich-professionelle Rechtfertigungsdruck der Kinder- und Jugendhilfe gegenüber dem Kommunalparlament und der Öffentlichkeit allgegenwärtig. Die Repräsentation des Jugendamtes nach außen sowie die Kommunikation mit den zentralen Akteuren in der kommunalen Verwaltung und dem Kommunalparlament sind zentrale Handlungsfelder geworden. Gemeinsam mit einer Gruppe von Jugendamtsleitungen und dem Institut für sozialpädagogische Forschung Mainz gGmbH hat die AG Öffentlichkeitsarbeit der BAG Landesjugendämter ein Konzept für Strategieworkshops für Jugendamtsleitungen in Form von vier Modulen entwickelt.

Den Auftakt der Veranstaltungsreihe in Berlin bildete der Workshop „Strategieentwicklung - Wie kann der Wandel in der Kinder- und Jugendhilfe vor dem Hintergrund von SGB VIII-Reform und Pandemiefolgen gut gelingen?“. Dieser fand Ende April 2022 statt.

Alle Papiere der BAG Landesjugendämter können auf der Internetseite www.bagljae.de abgerufen werden.

Die Pressemitteilung zur 132. Arbeitstagung finden Sie hier.

Pressemeldungen und Veröffentlichungen

"Und keiner schaut hin"
Artikel aus dem Schwäbischen Tagblatt vom 10.02.2018
Zum Artikel


"Pflegekinder auch für gleichgeschlechtliche Paare"
Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesjugendämter plädiert ebenfalls für eine Gleichstellung homosexueller Paare. "Es ist seit Jahren eine Selbstverständlichkeit, dass Pflegekinder auch gleichgeschlechtlichen Paaren anvertraut werden".

Für das Wohlergehen mache es keinen Unterschied, ob sie von gleichgeschlechtlichen Paaren oder einem Mann und einer Frau betreut würden. "Es komme immer auf die Qualität der Beziehung an". (aus Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 29.06.2017)
Den Artikel finden Sie hier. Weitere Artikel zum Thema finden Sie hier (Allgemeine Zeitung Mainz vom 29.06.2017) und hier (Rhein-Zeitung vom 29.06.2017).


"Auf dem Experimentierfeld"
Zentrausende junge Flüchtlinge kommen ohne Eltern nach Deutschland - wie die Jugendämter mit ihnen umgehen, erklärt Birgit Zeller, Vorstizende der Bundesarbeitsgemeinschaft Landesjugendämter und Leiterin des Landesjugendamts Rheinland-Pfalz. (aus E&W-Serie "Willkommen in Deutschland" Ausgabe 12/2015)
Den Artikel finde Sie hier.

"30.000 minderjährige unbegleitete Flüchtlinge erwartet"
"[...] 'Es ist mit Quietschen und Knarren gelungen. Die Jugendämter haben das bisher bravourös gemeistert, doch sie kommen an ihre Grenzen. Aus dem laufenden Geschäft können diese Aufgaben nicht bewältigt werden', sagt Zeller. Sie schätzt, dass bundesweit mindestens 2000 Sozialarbeiter und Pädagogen notwendig wären, mehr als der Arbeitsmarkt momentan hergibt. [...]" (aus DIE WELT vom 29.09.2015)
Den Artikel finden Sie hier.

"Mammutaufgabe für Jugendämter"
"
Die deutschen Jugendämter rechnen in diesem Jahr mit bis zu 30.000 minderjährigen unbegleiteten Flüchtlingen. Um die Jungen und Mädchen betreuen zu können, sollen sie nach einem Schlüssel auf die rund 600 Jugendämter verteilt werden. Doch es fehlt an Personal. [...]" (aus tagesschau.de vom 29.09.2015)
Den Artikel finden Sie hier.

"Kinder aus Krisenregionen als 'Mammutaufgabe' für NRW-Jugendämter"
Ab Mitte November sind alle Jugendämter gleichermaßen für die Betreuung minderjähriger Flüchtlinge zuständig, statt wie bisher in Schwerpunktbehörden. Das stellt gerade die Ämter in kleinen Kommunen vor große Herausforderungen. [...] (aus Kölnische Rundschau vom 29.09.2015)
Den Artikel finden Sie hier.

"2015 ist wieder Aktionswochenjahr der Jugendämter!" (aus Forum Jugendhilfe, Ausgabe 02/2015)
Den Artikel finden Sie hier.

"25 Jahre SGB VIII - Landesjugendämter im Wandel
"Dieser Artikel stellt die Veränderungen dar, die sich durch die Einführung und Weiterentwicklung des SGB VIII in den vergangenen 25 Jahren für die Aufgaben und die Funktion der Landesjugendämter ergeben haben. [...]" (aus Dialog Erziehungshilfe, Ausgabe 02/2015)
Den gesamten Artikel finden Sie hier.

"Die beste Kinderschutzeinrichtung, die wir haben"
"[...] Unter dem Strich ist das Jugendamt die beste Kinderschutzeinrichtung, die wir haben, Fehler und Versagen gibt es nur im Einzelfall. Aber eine Institution kann nur so gut arbeiten, wie man sie lässt. [...]" (aus "Erziehung und Wissenschaft", Ausgabe 06/2014 der Zeitschrift der Bildungsgewerkschaft GEW)
Den gesamten Artikel finden Sie hier.

"Vorsitzende der BAG Landesjugendämter rezensiert 'Deutschland misshandelt seine Kinder'"
"[...] Dass das System der Unterstützung von Kindern und Jugendlichen in dieser Gesellschaft und auch das System des Kinderschutzes weiter entwickelt und an sich ändernde gesellschaftliche Bedingungen angepasst werden muss, darin sind sich alle Fachleute einig. In diesem Buch finden sie dazu keine Anhaltspunkte.
Gleichzeitig macht das Werk durch seine öffentliche Wirkung deutlich, dass die Jugendhilfe nicht nachlassen darf in dem Bemühen, ihre Leistungen und Kompetenzen differenziert und transparent nach außen darzustellen. Damit der Kinderschutz und auch die Jugendhilfe insgesamt gelingen können, brauchen Jugendämter auch die Unterstützung der Öffentlichkeit und der Medien. Wir dürfen die öffentliche Meinung deshalb nicht den Vereinfachern überlassen. Wir müssen gemeinsam am realistischen und positiven Bild der Jugendämter und der Jugendhilfe insgesamt arbeiten und dieses selbstbewusst nach außen darstellen." (aus Fachkräfteportal der Kinder- und Jugendhilfe vom 25.02.2014)
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"Rechtsmediziner schreibt über Kindesmissbrauch"
Den Autoren des neuen Buch zufolge sind es oft ausgebrannte und überforderte Mitarbeiter in Jugendämtern, die Mitschuld an der Gewaltspirale tragen. Bis zu 200 Fälle habe eine Fachkraft in Berlin auf dem Tisch, kritisieren die Rechtsmediziner. Das ist ein Punkt, dem auch Birgit Zeller, Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesjugendämter, nicht widerspricht. "Es gibt sicher Einzelfälle, in denen Jugendämter zu spät handeln", sagt sie. Doch eine pauschale Verurteilung der bundesweit rund 600 Jugendämter sei wenig hilfreich. Zeller stellt die Frage anders. Seit dem Fall Kevin darf kein Amtsvormund mehr als 50 Kinder betreuen. Warum gilt diese Grenze nicht für Sozialarbeiter im Kinderschutz? "Ich würde eine Diskussion begrüßen", sagt Zeller. (von dpa, aus paz-online vom 30.01.2014)
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Birgit Zeller als "Expertin vom Jugendamt" in der Intouch - Ausgabe 7/2014
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"Weder Bösewicht noch Büroschläfer" (zur Kampagne "Das Jugendamt. Unterstützung, die ankommt.")

"Die meisten Veranstaltungen wurden dabei regional organisiert und auf die Bedürfnisse vor Ort angepasst. Bundesweit einheitlich waren der Slogan, das Logo, die Pressemappen und das Informationsmaterial, das vorher bei uns bestellt werden konnte" (aus pressesprecher 02/2012, S. 16ff.)
Den gesamten Artkikel finden Sie auch online hier.

"Alte Eltern sind im Nachteil: Mit Adoptionen nicht zu lange warten"
Die Altersdifferenz zwischen Adoptivkind und Eltern sollte nicht mehr als 40 Jahre betragen. "Bei dieser Zahl handelt es sich nicht um eine absolute Grenze, sondern um eine orientierende Empfehlung , sagt Birgit Zeller von der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Landesjugendämter in Mainz.
"Das Ziel ist vor allem, so nah wie möglich am natürlichen Eltern-Kind-Verhältnis zu sein , erklärt Zeller. Ein Adoptivkind sei ohnehin schon immer etwas Besonderes, da sollte das hohe Alter der Eltern nicht auch noch dazu kommen.
Natürlich gebe es Ausnahmen, wie bei der Adoption durch Verwandte oder bei der Stiefkindadoption. Völlig unmöglich sei es nicht, in höherem Alter noch zu adoptieren - die Chancen sinken aber. "Wir haben keinen Mangel an jüngeren Bewerberpaaren , sagt Zeller. (von dpa, aus Aachener Zeitung vom 25.04.2012)
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"Ehemalige Heimkinder ziehen vor Gericht" (zum Fonds für ehemalige Heimkinder)

"Die letzten Entscheidungen über die Regelungen sind erst im Dezember gefallen", sagt Birgit Zeller, Leiterin des Landesjugendamts Rheinland-Pfalz und Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesjugendämter. "In dieser kurzen Zeit kann niemand eine neue Stelle aufbauen." Die Mittel stehen zwar bereit. Aber den wenigsten ehemaligen Heimkindern, die jetzt in der Anlaufstelle anrufen, kann sofort geholfen werden. (aus Süddeutsche Zeitung vom 04.01.2012)
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Die Kampagne "Das Jugendamt. Unterstützung, die ankommt." Ein Resümee
Fünf Wochen lang traten die Jugendämter in Deutschland dieses Jahr geballt an die Öffentlichkeit. Mit Veranstaltungen, Ausstellungen und Medienberichten machten sie von Anfang Mai bis Anfang Juni auf ihre Angebote und Leistungen aufmerksam. Sie taten dies im Rahmen der Kampagne "Das Jugendamt. Unterstützung, die ankommt." Birgit Zeller, die Vorsitzende der BAG Landesjugendämter, zieht eine Kampagnen-Bilanz. (aus Fachkräfteportal der Kinder- und Jugendhilfe vom 07.12.2011)
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"Babyklappen sollen nur ein letzter Ausweg sein"
Die Leiterin des Landesjugendamts in Mainz, Birgit Zeller, kennt die Kritik an den Babyfenstern. Sie verweist auf eine Stellungnahme des Deutschen Ethikrates aus dem Jahr 2009. Dieser bewertet die rechtlich umstrittenen Babyklappen sehr kritisch. Jeder Mensch habe das Recht zu erfahren, woher er kommt. Bei der anonymen Abgabe in einer Babyklappe werde dem Kind diese Möglichkeit genommen. (aus Mainzer Rhein-Zeitung vom 25.07.2011)
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"Gerichte entziehen öfter Sorgerecht"
"Die Statistik zeigt, dass die Jugendhilfe in Deutschland entschlossener arbeitet", sagt Birgit Zeller, Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesjugendämter. Sie zeige allerdings auch, dass immer mehr Kinder in prekären Lebenslagen aufwachsen würden. "Wenn die Eltern die Verantwortung für ihr Kind nicht mehr übernehmen können, muss das Familiengericht zu dieser Maßnahme greifen." (aus Financial Times vom 08.07.2011)
Den gesamten Artikel finden Sie hier.

"Das Jugendamt. Unterstützung, die ankommt" - Das Kreisjugendamt München beteiligt sich an der bundesweiten Aktion vom 3. Mai bis 8. Juni 2011
"Mehr als 35.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter setzen sich jeden Tag in den Jugendämtern engagiert für das Wohlergehen von Familien, Kindern und Jugendlichen ein. "Unsere Aktionswochen sollen zeigen, wie konkret und professionell wir Menschen unterstützen. Wir laden deshalb alle Bürgerinnen und Bürger ein, sich über die Arbeit der Jugendämter zu informieren und die zahlreichen Angebote zu nutzen", so Birgit Zeller, Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft. (aus Homepage des Landkreises München vom 04.05.2011)
Den gesamten Artikel finden Sie hier.

Aufgaben und Leistungen der Jugendämter

Kontakte Landesjugendämter

Kontakt zu den Zentralen Adoptionsstellen

Kontakt zur BAG Landesjugendämter

Bundesarbeitsgemeinschaft Landesjugendämter
c/o LVR-Landesjugendamt Rheinland
Kennedy-Ufer 2
50679 Köln
Tel.: 0221 809-4090
E-Mail: bagljae@lvr.de

Ansprechpartner für Presseanfragen:

Till Döring

Tel.: 0221 809-7737 o. 01520 9314331

E-Mail: Till.Doering@lvr.de

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