Aktuelles

Jugendamtsmonitor: Zahlen und Fakten über Jugendämter

Im 146 Seiten starken Jugendamtsmonitor werden die Leistungen und Aufgaben der 559 Jugendämter, der europaweit größten instititutionalisierten Kinderschutzorganisationen, vorgestellt. Anhand aktueller Forschungsergebnisse werden Entwicklungstrends für die Jugendämter in Deutschland in verständlicher Form beschrieben. Mit den neuesten Zahlen und anschaulichen Illustrationen werden die Inhalte veranschaulicht. Der Monitor ist ein "Logbuch der Kinder- und Jugendhilfe in Dutschland" er spiegelt das gesamte Spektrum der Arbeit der Jugendämter wider: von A - wie Adoption bis Z - wie Zuwanderung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge. Er kann hier kostenfrei als PDF heruntergeladen werden oder im Online-Shop als gedruckte Version bestellt werden.

5 Thesen zu den Auswirkungen der Coronakrise auf Kinder und junge Menschen

Die BAG Landesjugendämter hat 5 Thesen und daraus resultierende Forderungen zu den Auswirkungen der Coronakrise auf die Kinder- und Jugendhilfe formuliert.

PDF zum Download

    129. AT als Videokonferenz

    129. Arbeitstagung der BAG Landesjugendämter im Zeichen des Kinderschutzes

    Gerade in Zeiten der Pandemie darf der Kinderschutz nicht vernachlässigt werden. Dies war eine der zentralen Aussagen der 129. Arbeitstagung der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Landesjugendämter, die am 12. und 13. November 2020 als Videokonferenz zusammentraf.

    Neben den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Kinder- und Jugendhilfe diskutierten die Leitungen der Landesjugendämter insbesondere den Anfang Oktober vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) vorgelegten Referentenentwurf eines Kinder- und Jugendstärkungsgesetzes. Grundsätzlich begrüßt die BAG Landesjugendämter den vorliegenden Gesetzentwurf und konstatierte, dass viele der in den letzten Jahren diskutierten Reformansätze in adäquater und zukunftsorientierter Weise in diesen eingeflossen sind. Insbesondere die vorgesehenen Regelungen zur Stärkung der Rechte und der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen sowie das Selbstvertretungsrecht, der umfassende Beratungsanspruch, die Implementierung von Ombudsstellen und die erweiterten Regelungen zum Kinderschutz befürwortet die BAG Landesjugendämter.

    Das Thema „Prävention sexualisierter Gewalt“ nimmt in den Landesjugendämtern und Jugendämtern einen hohen Stellenwert ein. Die monströsen Fälle beispielweise in Lügde und Mönchengladbach, aber auch in Staufen und Münster haben dem Thema erneut erschreckende Aktualität verliehen, sodass das Thema Kinderschutz in der anstehenden SGB VIII-Novelle aus Sicht der BAG Landesjugendämter zurecht eine exponierte Rolle einnimmt. In einem Austausch mit Johannes-Wilhelm Rörig, dem Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, stellte dieser die wichtigsten Punkte seines im September 2020 veröffentlichten Positionspapieres „Gemeinsam gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen - Wie Bund, Länder und die politischen Parteien Kinder und Jugendliche besser vor sexueller Gewalt schützen können“ vor.

    Zudem verabschiedete die 129. Arbeitstagung der BAG Landesjugendämter das Arbeitspapier „Potentiale der internationalen Jugendarbeit weiterentwickeln, stärken und nutzen“. Hierin werden die Stärken von Internationaler Jugendarbeit herausgestellt und die kommunalen Jugendämter dazu ermutigt, dieses Feld der Jugendarbeit weiter zu entwickeln. In der Praxis sollen kommunale Jugendämter zusammen mit den freien Trägern Internationale Jugendarbeit verstärkt aktiv unterstützen. Gerade in Zeiten der Covid 19-Pandemie ist die Internationale Jugendarbeit von besonderer Bedeutung. Sie ist derzeit zwar in der Regel im direkten persönlichen Austausch nicht möglich, aber das weltweite Netz unterschiedlicher Organisationen in der Internationalen Jugendarbeit besteht und arbeitet mit neuen Formaten aktiv weiter.

    Die Pressemitteilung zur 127. Arbeitstagung finden Sie hier.

    127. Arbeitstagung in Bremen

    Wirksamkeit, Nachhaltigkeit und Grenzen (stationärer) Kinder- und Jugendhilfe

    Die 127. Arbeitstagung (AT) der BAG Landesjugendämter vom 13. – 15. 11.2019 in Bremen setzte sich mit der Effektivität und den langfristigen Wirkungen der stationären Kinder- und Jugendhilfe auseinander.

    Den Einstieg in den Austausch gab der Vortrag von Prof. Dr. Michael Macsenaere und Joachim Klein vom Institut für Kinder- und Jugendhilfe (IKJ) in Mainz. Zusammen mit dem Bundesverband katholischer Einrichtungen und Dienste der Erziehungshilfen e. V. (BVkE) hat das IKJ die Studie „Care Leaver – stationäre Jugendhilfe und ihre Nachhaltigkeit“ durchgeführt. Die Vortragenden legten den Fokus auf die Ergebnisse zur Nachhaltigkeit der stationären Kinder- und Jugendhilfe.

    Was aber passiert, wenn keine der angebotenen Hilfen erfolgreich ist? Wenn ein Kind oder Jugendlicher immer wieder von einer Pflegefamilie oder stationären Einrichtung zur nächsten und von der Psychiatrie zu Inobhutnahmestellen durchgereicht wird? Gibt es Grenzen des bestehenden Helfersystems und wenn ja, wo liegen sie? Antworten auf diese und viele weitere Fragen erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der 127. AT von Prof. Dr. Menno Baumann. Der Experte für Intensivpädagogik der Fliedner-Fachhochschule Düsseldorf und des Leinerstift Kinder-, Jugend- und Familienhilfe e.V. Großefehn/Ostfriesland betreute über mehrere Jahre die Entstehung des Kinofilms „Systemsprenger“. Der Film ist aktuell in vielen deutschen Kinos zu sehen.

    Die 127. AT der BAG Landesjugendämter verabschiedete zudem eine Empfehlung zur Kostenerstattung für unbegleitete minderjährige Ausländer (UMA) bei bundeslandübergreifendem Entweichen. Inhalt der Empfehlung ist, dass Kosten für Unterbringung und Betreuung eines UMA, der während einer Inobhutnahme nach § 42 SGB VIII oder während einer Anschlusshilfe entweicht, dem tätig gewordenen Jugendamt von dem nach § 88a Abs. 2 bzw. 3 SGB VIII zuständigen Jugendamt („Zuweisungsjugendamt“) zu erstatten sind. Derzeit verfahren die überörtlichen Träger der Länder bei der Erstattung von Kosten nicht einheitlich, die einem Jugendamt für Betreuung und Unterbringung eines UMA entstanden sind, für den bereits bei einem anderen Jugendamt eine Zuständigkeit gem. § 88a Abs. 2 bzw. 3 SGB VIII besteht. Im Ergebnis hat dies dazu geführt, dass tätig gewordene auswärtige örtliche Träger weder im eigenen Land noch im Land des Zuweisungsjugendamtes eine Kostenerstattung erhalten haben. Die Empfehlung zielt zunächst darauf ab, für zukünftige Fälle ein einheitliches Verfahren der Länder zu erreichen.

    Die Pressemitteilung zur 127. Arbeitstagung finden Sie hier.

    126. Arbeitstagung in Chemnitz

    Die Mitgliederversammlung der Bundesarbeitsgemeinschaft Landesjugendämter verabschiedete auf ihrer Arbeitstagung vom 22. bis 24. Mai 2019 in Chemnitz ein Positionspapier und zwei Beschlüsse bezüglich der Reform des SGB VIII sowie Anpassungen der Empfehlungen zur Adoptionsvermittlung.

    Obwohl die Gesamtzahl der Menschen, die nach Deutschland fliehen, zurückgegangen ist und somit auch die der unbegleitet eingereisten minderjährigen Ausländer bleibt die Integration eine wichtige Aufgabe der Kinder- und Jugendhilfe. Deshalb sah sich die BAG Landesjugendämter zusammen mit Dr. Jens Pothmann vom Forschungsverbund der TU Dortmund und DJI dazu veranlasst, die Entwicklung der Fallzahlen bei den unbegleiteten minderjährigen Ausländern in den Blick zu nehmen. Zudem stellten die Teilnehmenden der Arbeitstagung Auswirkungen auf den Fachkräftebedarf dar. Die Leitungen der Landesjugendämter wiesen darauf hin, dass, trotz einer scheinbaren Entspannung der Lage, die Anstrengungen aller Beteiligten nicht nachlassen dürften.

    Seit 1989 ist die UN-Kinderrechtskonvention in Kraft und von fast allen Ländern weltweit ratifiziert. Anne Lütkes und Holger Hoffmann vom Deutschen Kinderhilfswerk e. V. informierten die Teilnehmenden über den aktuellen Stand der Studie „Kinderrechte-Index“. Die Ergebnisse werden voraussichtlich im Herbst 2019 vorgestellt. Die Studie beleuchtet den Stand der Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in den verschiedenen Lebensbereichen von Kindern und den damit verbundenen Politikfeldern in den deutschen Bundesländern. Eine wichtige Erkenntnis aus der sich anschließenden Diskussion war, dass bundesweit noch zu viele Datenlücken bestehen. Die Leitungen der Landesjugendämter waren sich darüber einig, dass die Aufnahme der Kinderrechte in das Grundgesetz unabdingbar ist.

    Bereits im Rahmen der 123. Arbeitstagung in Halle stand das Forschungsprojekt „Gute Heime“ des Deutschen Jugendinstituts (DJI) auf der Tagesordnung der BAG Landesjugendämter. Das Laufzeitende des Projekts war nun Anlass, sich erneut mit der Qualität der stationären Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe auseinanderzusetzen. Dr. Mike Seckinger vom DJI präsentierte die Ergebnisse und erörterte zusammen mit den Leitungen die daraus folgenden Konsequenzen für die Qualitätsdimensionen in stationären Einrichtungen der Jugendhilfe. Fazit: Die Beteiligung der Kinder und Jugendlichen an den sie betreffenden Themen und Entscheidungen ist ein Kinderrecht und muss insbesondere auch im Rahmen der Qualität der stationären Einrichtungen umgesetzt werden.

    Die Pressemitteilung zur 126. Arbeitstagung finden Sie hier.

                    Aufgaben und Leistungen der Jugendämter

                    Kontakte Landesjugendämter

                    Kontakt zu den Zentralen Adoptionsstellen

                    Kontakt zur BAG Landesjugendämter

                    Bundesarbeitsgemeinschaft Landesjugendämter
                    c/o LVR-Landesjugendamt Rheinland
                    Kennedy-Ufer 2
                    50679 Köln
                    Tel.: 0221 809-4090
                    E-Mail: bagljae@lvr.de

                    Ansprechpartner für Presseanfragen:

                    Till Döring

                    Tel.: 0221 809-7737 o. 01520 9314331

                    E-Mail: Till.Doering@lvr.de

                    Alle Termine in der Übersicht.

                    Impressum   ·   Kontakt   ·   Datenschutz

                    Diese Website nutzt ggf. Cookies, um Ihnen das beste Erlebnis zu ermöglichen. Weiterführende Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.